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Die Rothirsche leben als Einzelgänger oder in kleinen Gruppen in den Wäldern. Nur für eine kurze Zeit des Jahres, die Paarungszeit oder auch Brunft
genannt, versammeln die Rothirsche einen ganzen Harem von Weibchen um sich. Durch ihre lauten, weit hörbaren, röhrenden Schreie zeigen sie den möglichen Rivalen, dass sie ein bestimmtes
Territorium besetzt haben. Oft kommt es aber dennoch zu verbissenen, kraftraubenden Kämpfen, bei denen die Geweihe ineinander verhakt werden. Dann wird durch Drücken oder Schieben der
Stärkere ermittelt.
In der Natur überlebt nur der Starke und Kräftige. So wird gewährleistet das möglichst überlebensfähige Nachkommen gezeugt werden und so die Art
erhalten bleibt. Das es bei diesen Duellen kaum zu Verletzungen kommt liegt an der mehrendigen Konstruktion des Geweihes. Das Geweih eines gut entwickelten Rothirsches besitzt mindestens
zwölf Enden, doch es sind auch Hirsche mit Geweihen die mehr Enden hatten gesehen worden.
Der Gewinner dieser Kämpfe, auch Platzhirsch genannt, gesellt sich nun zu dem Rudel der Weibchen. Nach ungefähr acht Monaten kommen dann die Jungen zur
Welt.
In den ersten Monaten leben alle gemeinsam im Rudel des weiblichen Rotwildes mit den verschiedenen Generationen einer Familie zusammen. Das Rudel
umfasst etwa 10 bis 15 Tiere die von einer alten, erfahrenen Hirschkuh geführt werden. Dieses Leittier kennt wichtige Informationen, wie z.B. die über Futterplätze, Wanderwege oder
sichere Einstände.
Nach einigen Monaten werden dann die Junghirsche aus dem Rudel aussortiert und leben nun von den Weibchen getrennt so wie ihre älteren Artgenossen. Die
weiblichen Jungtiere aber bleiben weiterhin im Rudel der älteren Hirschküh.
Obwohl das Rotwild eigentlich einmal eine Tierart offener Landschaften war, wie z. B. ausgedehnter Steppengebiete hat es sich über Jahrhunderte hin an
den Lebensraum des Waldes angepasst und sich somit einen Platz gesichert, wie auch hier bei uns im Rothaargebirge.
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