Forsthaus Hohenroth

Hohenroth bedeutet
„Hohe Rodung“ – sicher ein Hinweis auf die hiesigen Waldrodungen in der Mitte des 15. Jahrhunderts. Hier auf der Wasserscheide zwischen Rhein und Weser, auf der Grenze zwischen dem Rothaargebirge und dem Westerwald, kreuzen zwei uralte Handelswege in Richtung Lützel und Netphen, nämlich die Eisen- und Kohlenstraße

1854 wird in der Geschichte des Forstamtes Hilchenbach erstmals eine Bebauung am Hohenroth erwähnt. Damals wurde ein Forsthaus mit Stallgebäude für die königliche Revierförsterei gebaut; auf 640 m NN bis heute das höchstgelegene bewohnte Haus im Siegerland. 1910 wurde aufgrund der Baufälligkeit des Hauses eine neue Försterei errichtet – das heutige Hohenroth.

Durch die unwirtliche Lage mit


durchschnittlich 1.350 mm Jahresniederschlag, vielen Nebeltagen und langen, schnee- reichen Wintern war das Leben für die Försterfamilien auf Hohrnroth sehr hart. Erst 1946 wurde die Försterei an das Stromnetz angeschlossen. Von 1930 bis 1970 wurde im Haus eine kleine Gaststätte betrieben. Fuhrleute, Händler, Holzhauer und Reisende kehrten hier ein. Nebenan war die Quelle der Netphe, in der die Pferde getränkt und für die Weiterfahrt umgespannt wurde.

1999 bewohnte die letzte von insgesamt 8 Försterfamilien das Haus.

2001 entschied sich das Forstamt Hilchenbach in Zusammenarbeit mit der Höheren Forstbehörde Wesfalen-Lippe und der
Landes regierung für die Umgestaltung des Hauses zu einem Informationszentrum für Waldwirtschaft, Naturschutz und Waldbegegnung. Unterstützt bei dieser Arbeit wird das Forstamt vom Verein „Waldland Hohenroth e.V.“, der das Haus als Tagungs- und Begegnungsstätte bei Exkursionen, Seminaren und Begegnungen im und mit dem Wald nutzt.

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