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Der Rothaarsteig -Wandererlebnis pur
 Text und Bild von Lothar Schwarzer

 

 5. Tour - Rhein-Weser-Turm bis Siegquelle (29 km)

 

An diesem Morgen war es sehr nebelig und schwül. So schwül, dass es wie in einer Waschküche war, was fast den ganzen Tag anhielt. Ich atte beschlossen dieses Mal nicht allein, sondern mit dem Aachener Wanderpaar um 8 Uhr aufzubrechen. Wir wissen es schon im Voraus, diesmal wird es eine anstrengende Tour werden. Die vor uns liegende Strecke ist 29 km lang und das ist kein Pappenstiel, zumal ich noch einen 12 kg schweren Rucksack mitführte. Dieser Abschnitt wird wohl allen Steigwanderern gut in Erinnerung bleiben, denn es ist meiner Meinung nach der schönste auf dem Rothaarsteig. Vom Turm ging es bergab in das Naturschutzgebiet Schwarzbachtal. Das ist eines der einsamsten, stillsten und schönsten Täler des Rothaargebirges.

 

 

 

Schon nach 3 km führte uns der Steig aus dem Tal heraus, dem Habeckerbachtal hinauf zur Heinsberger Hochheide. Hier beschlossen wir getrennt weiterzugehen. An der Hochheide entlang erreichte ich nun bergan den Dreiherrnstein (673 m) und legte dort eine größere Rast ein. Etwas später erreichte dann auch die Hamburger Gruppe den Dreiherrnstein. Wir unterhielten uns noch ein Weilchen und dann zogen die Hamburger wieder weiter.

 

 

Leider wurde der Nebel nun auch wieder dichter. Auf dem Steig wanderte ich nun weiter in das Elberndorferbachtal welches in der Nähe von Erndtebrück und Zinse liegt. Auch dieses Tal gehört zu den schönsten des Rothaargebirges. Leider führt der Steig nicht hindurch, sondern geradeaus, weiter bis zur Ferndorfquelle.

Über den Hof Ginsburg gelangte ich zur Ginsburg, dem Mittelpunkt des Rothaarsteigs. Eine Besichtigung lohnt sich allemal.

 

 

 

Vom Turm aus bietet sich eine herrliche Aussicht bis nach Hilchenbach. Auch der etwa 1 km entfernte Gillerturm bietet noch einmal eine tolle Aussicht.

 

An weiteren Aussichtspunkten vorbei erreichte ich nun das schöne Dorf Lützel und der Nebel verzog sich auch langsam wieder. Durch die Ortschaft  hindurch, weiter durch das Lützelbachtal gelangte ich nach 2 km in das Naturschutzgebiet Edertal (Siehe Ederauen-Radweg).

 

 

 

Hier im Edertal ist man nicht nur auf dem Weg der Sinne, sondern auch im Tal der Sinne und man kann hier die Seele so richtig baumeln lassen. Ich ging nun weiter bis ich nach etwa 4,5 km die Ederquelle auf 630 m erreichte. Von dort aus führte mich der Steig weiter über die Kohlestrasse, dann durch das Benfebachtal hindurch bis zu meinem Ziel nach Großenbach zum Landgasthaus Siegquelle. Kurz zuvor traf ich wieder auf das Aachener Ehepaar die aber in einem anderen Hotel übernachteten und von dort abgeholt wurden.

 

Das Wetter auf dieser Etappe: Die ersten 20 km waren nebelig und schwül, später Wetterbesserung und keinen Regen.

Tourenbeschreibung: Eine sehr anspruchsvolle Tour. Schöne Aussichtspunkte, sehr viel abwechslungsreicher Wald, und herrliche Naturschutzgebiete und Täler.

 

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