Vom 22. bis 23. August 2009 verwandelte sich ganz Weidenhausen in eine liebevoll hergerichtete, historische Bühne. Die Zuschauer kamen in Scharen und waren überrascht von der Vielfalt der gezeigten Aktionen auf dem Historischen Markt. 82 Verkaufsstände, Ausstellungen und Aktionsorte verteilten sich in dem sonst so beschaulichen Örtchen und luden die Besucher auf eine wunderschöne Zeitreise ein. Die Straßen und Häuser waren festlich geschmückt. Überall sah man Menschen in alten Gewändern und historischen Kostümen. Die Sonne schien und in der Luft lag der Geruch von knusprig gebackenen Weiraheiser Waffeln.


Im verwinkelten Hexenkräutergarten konnte man unter alten Bäumen im Schatten verweilen, oder sich von den Kochkünsten der freundlichen Kräuterhexen Ruth, Tabea und Maria Wunderlich verzaubern lassen. Vorführungen bäuerlicher und handwerklicher Tätigkeiten aus Uromas Zeiten zogen die Zuschauer in ihren Bann. Wie man Flachs verarbeitete, so dass daraus einmal ein Leinenhemd entsteht führte Erich Bald (Laaspherhütte) vor. Alte Landmaschinen wurden in Schwung gesetzt und so konnte das Publikum mitverfolgen, wie man früher Korn gewann.


Nicht nur auf der Aktionsbühne in der Dorfmitte fanden die Zuschauer ein buntes Unterhaltungsrogramm. Hier traten unter anderem die Tanzmäuse und die Feuerwehrkapelle Dodenau auf. Vor der Kirche sorgte das Schauspiel einer alten Gerichtsverhandlung das sogenannte Femegericht, für amüsiertes Gelächter und Beifall beim Publikum. Der Angeklagte Chef-Organisiator Jörg-Michael Bald wurde zum Glück nicht zum Tode verurteilt und konnte, nach dem er aus seinen hölzernen Fesseln befreit war unversehrt in die Arme von Frau und Tochter zurückkehren.


Die Mutigeren unter den Zuschauern wagten sich ins Germanische Kriegslager vom Kegelclub "Veleda Oilers" und ließen sich "frisches Hessenblut" munden. Wem das zu brutal war, der schaute beim Pfarrer Heinrich Scheib vorbei um dessen köstlichen, selbstgebrauten Johannisbeerwein zu verkosten.


Auch beim jüngeren Publikum kam keine Langeweile auf. Die Kinder konnten sich im Märchenzelt ihr Lieblingsmärchen vorlesen lassen, auf Ponnys reiten, Wasserbomben werfen, mit dem Karussell aus Omis Kinderzeit fahren oder die vielen Tiere streicheln. Bei Musik aus dem Leierkasten wurden auch sie in eine völlig andere Zeit versetzt und genossen einen bunten, abwechslungsreichen Tag mit ihren Familien. Auf die Beine gestellt hat das Alles ein kleines, sehr lebendiges Dorf, welches 2009 seinen 700sten Geburtstag feiert.
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