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Geschichte Kreuztal

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Geschichte Kreuztal
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In der Siegener Renteirechung von 1417/19 erscheint auch erstmals das alte "Erinstorff", das heutige Ernsdorf, Ursprung der Gemeinde Kreuztal. Zur Rheinbundzeit war Ernsdorf Sitz des Bürgermeisters, bis schließlich und endgültig Kreuztal Verwaltungsmittelpunkt wurde.
Wo einst die Fellinghausener und Ernsdorfer Gemarkung an der Kreuzung der damaligen Wittgensteiner Straße mit der alten Chaussee ins Kölnische zusammenstießen, war um 1830 ein Verkehrsmittelpunkt entstanden, welcher in zunehmendem Maße auch Industrie anzog.  Das Zentrum der heutigen Stadt wurde 1826 im Taufbuch der Kirchengemeinde Ferndorf erstmals als "Kreuzthal" bezeichnet.
Den entscheidenden Anstoß für seine Entwicklung erhielt der Ort jedoch 1880 durch den Bau der Eisenbahn. So wurde die Ruhr-Sieg-Strecke bis 1888 und stufenweise auch die Nebenstrecke Erndtebrück-Laasphe-Marburg ausgebaut. Kreuztal war Bahnknotenpunkt geworden und die nun folgende starke wirtschaftliche Entwicklung führte wohl zu der Konsequenz, dass dieser jüngste aller Stadtteile der neugebildeten Stadt Kreuztal ihren Namen gab.
Auf dem Gebiet der heutigen Stadt Kreuztal regierten die Grafen von Nassau, wobei sie sich häufig der Eingriffe der Erzbischöfe von Köln zu erwehren hatten. Die Grundherrschaft teilten sie sich mit vier Adelsgeschlechtern, den Rittern von der Hees, den Herren von Burgholdighausen, den Rittern von Seelbach, genannt Daube zu Lohe, und den Wischel zu Langenau. Sie arrangierten sich mit den Grafen von Nassau und dienten diesen als Vögte, Amtmänner und Geldverleiher.