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| Geschichte Netphen |
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Obwohl aufgrund der eingehenden Bodenforschung der vergangenen Jahre erwiesen ist, dass bereits um 500 v. Ch. die Dauerbesiedlung des Siegerlandes begann, tritt die hiesige Gegend erst im 11. Jahrhundert n. Chr. durch schriftliche Überlieferungen ins Licht der Geschichte.
Als Grundherren nennen die Urkunden die Landesherren (die Grafen von Nassau), den Adel und die Kirchen einschließlich des Klosters Keppel. 1239 wurde Netphen erstmals urkundlich erwähnt. Das älteste und bedeutendste Grundherrengeschlecht des hiesigen Raumes waren die 1215 erstmals erwähnten Herren vom Hain auf Burg Hainchen, die in engem, verwandtschaftlichen Verhältnis zu den Adeligen von Bicken standen und mit ihnen zusammen im 14. und 15. Jahrhundert mehr als ein Drittel des Grundbesitzes und der grundherrlichen Rechte in der heutigen Stadt Netphen besaßen. |
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Das Netpherland hat ein recht wechselvolles Schicksal gehabt. Gute und schlimme Zeiten, Frieden und Fehden wechselten sich ab. Vor allem das 17. Jahrhundert brachte große Unruhen in das Land. Sie begannen, als Graf Wilhelm von Nassau Führer der Niederländer im Kampf gegen Spanien wurde. Er brauchte einen erheblichen Teil der Geldmittel, die ihm sein Bruder, Graf Johann der Ältere von Nassau-Dillenburg-Siegen zur Verfügung stellte, für die Kriegsführung auf. Zur Sicherstellung der Darlehen musste er sein ganzes Land verpfänden, darunter auch die Gemeinde Netphen für 9.000 Gulden. Die drückenden Steuerlasten ließen das Land und die Bevölkerung völlig verarmen. Die Lage verschlimmerte sich weiter nach Ausbruch des Dreißigjährigen Krieges. In der zweiten Hälfte des Krieges musste das Netpherland wiederholt Truppendurchmärsche, Einquartierungen und damit verbundene Ausschreitungen ertragen. Von 1635 - 1637 wütete die Pest.
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