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Geschichte Willingen

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Geschichte Willingen
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Villa Hella 1945 - heute Brauhaus. Der Begriff "Upland" stammt aus dem Plattdeutschen und bedeutet "Hochland" oder "Auf dem Land" aufgrund der geographischen Lage dieses Gebietes. Die Ursprünge der Uplanddörfer liegen wahrscheinlich in der Zeit um 1000 n. Chr., wobei Willingen und Schwalefeld 1380, Usseln 1338 und Rattlar 1168 erstmals urkundlich erwähnt wurden.
Es gab zunächst nur einige Lehnshöfe, und die Besiedelung ging aufgrund der klimatischen Bedingungen nur langsam voran. Nachdem die Gehöfte zuerst zur Grafschaft Padberg gehörten, übernahmen im 15. und 16. Jahrhundert die Grafen von Waldeck die Grundherrschaft über das Gebiet, was folgende günstige Auswirkungen auf das Upland hatte: Einrichtung einer Forstbehörde und Oberförsterei im Stryck, die Pflege der Wälder, Jagd- und Fischgründe, der Einsatz von Richtern und Ortsvorstehern, die Bewertung der Höfe, Einführung von Steuern, Recht und Ordnung.
Die Entwicklung wurde durch verschiedene Katastrophen immer wieder gebremst; so gab es von 1340 bis 1470 eine Wüstungsperiode mit totalem Niedergang, nach der Aufbauzeit (1480 bis 1620) folgte der 30-jährige Krieg mit fast vollständiger Vernichtung.
Der Wiederaufbau wurde vom Siebenjährigen Krieg (1756 bis 1763) unterbrochen, woraufhin eine Schuldenlast von 800000 Reichstalern auf der Grafschaft Waldeck lastete, was auch den Werdegang der Uplanddörfer ungünstig beeinflusste. Zwischen 1842 und 1847 gab es große Brände in allen Orten, denen viele Gehöfte zum Opfer fielen, denn die Häuser waren instabil und mit Stroh gedeckt.